Ein Zeitdokumet findet seine neue Heimat
Viele kommen an ihr vorbei wenn sie sich mit dem Auto, per Fahrrad oder zu Fuß auf den Weg zum Kandel machen - Die Gaisfelsenhütte oder wie sie offiziell heißt die Alois Rohrauer Hütte, benannt nach einem der Gründer des Tourismussvereins "Naturfreunde", die 1895 gegründet wurden.
Sie liegt an der "neuen Kandelfahrstraße", die "alte Kandelstraße", die kurz unterhalb des Gasthauses Altersbach rechts in den Wald abbiegt wurde 1913 erbaut. Die neue Kandelfahrstraße wurde durch den Waldmeister Josef Seger geplant, an ihn erinnert heute noch der Rundweg auf dem Kandel - der Josef-Seger-Weg. Der Bau des neuen Teilstücks über den Gaisfelsen bis hoch zum großen Rank begann 1927 und hierfür wurde eine Bauhütte für die Unterbringung der Arbeiter am Gaisfelsen errichtet.
Diese einfache Hütte wurde 1931 an die Natrufreunde Waldkirch verpachtet. Dies geschah noch vor der offizielen Eröffnung der gesamten neuen Kandelstraße, diese wurde erst 1934 eröffnet. Die Naturfreunde bauten die Hütte in monatelanger Arbeit aus und es enstanden separate Schlafräume, eine Küche, Toiletten etc.. Die Freude über die geleistete Arbeit hielt aber nicht lange an, denn die Naturfreunde wurden aus politischen Gründen verboten. Die Hütte wurde beschlagnahmt und 1935 bekam die Ortsgruppe Waldkirch des Schwarzwaldvereines die Auflage, die damals von der Stadt erbaute Hütte, in ihre Obhut zu nehmen. Nach dem Krieg ging die Hütte wieder zurück an die Naturfreunde, die wieder seit 1947 Betreiber dieser Hütte sind - bis heute.
Zuletzt zu dem eigentlichen Bild und der Geschichte dieser Fotografie. Sie wurde von August Jeanmarie, ehemaliger Direktor der Kollnauer Baumwollspinnerei & Weberei, dem " Schöpfer der Geisfelsenstraße Herr Waldmeister Seger" mit besten Wünschen für das Jahr 1948 übergeben, wie man rückseitig auf dem Bild lesen kann. Der Heimat- und Gechichtsverein, hat sich nun entschlossen, dieses Zeitdokument an seinen neuen Platz zu überführen. So kann es ab sofort jeder Besucher der Gaisfelsenhütte vorort selbst bestaunen.


