Vierschanzentournee auf dem Kandel
Was viele heute nicht mehr wissen, es gab tatsächlich Skisprungschanzen auf unserem Hausberg, dem Kandel. Warum Vierschanzentournee? Es waren im Laufe der Jahre vier verschieden Sprungschanzen, welche jeweils durch den Skiclub Kandel geplant und gebaut wurden.
Der erste "Sprunghügel" wurde im November 1920 fertiggestellt und beim ersten "Schneeschuhfest" am 30. Januar 1921 eingeweiht. Hier ist zu erklären, dass zu dieser Zeit das Skilaufen auch "Schneeschuhlauf" genannt wurde und gleich vorneweg wurde mit dem "Sprunglauf" das Skispringen bezeichnet.
Aus einer Announce aus dem Elzthäler vom 28.01.1921 erfahren wir, wie mühsam dieser Sport damlas war. Man traf sich am Sonntagmorgen um 7.00 Uhr zum gemeinsamen Abmarsch am Wasserresevoir, um zu Fuß auf den Kandel zu gehen.
Der erste Sieger des ersten "Sprunglaufs" auf dem Kandel war Herr Walter Weissenbach aus Waldkirch. Weitere Waldkircher wie Karl Viesel, Paul Wintermantel, Franz Jung, Josef Schmid und Eugen Riester stürzten sich auch unter den staunenden Augen der vielen Zuschauer in die Tiefe. Es wurden Weiten bis zu 18m gesprungen, aber laut Zeitungsbericht wurden viele Sprünge wohl auch nicht gestanden.
Im Oktober 1931 feierte der Skiclub Kandel das Richtfest der zweiten Sprungschanze. Auf dieser Schanze wurden Sprüngen bis zu 23 Metern erreicht und im Jahr 1935 gingen insgesamt 25 Springer an den Start. Diese neue Schanze, welche komplett aus Holz errichtet wurde, war schon 1939 baufällig geworden und im Jahre 1942 wurde durch Oskar Walter eine neue, kleinere Schanze errichtet, Schanze Nummer drei. Diese Schanze wurde erst nach achtjähriger Bautätigkeit am 30. März 1950, anlässlich der Vereinsmeisterschaften, offiziell eröffnet und war, wenn man so will, die Schanze Nummer vier.
Danke an unser Ehrenmitglied Max Bühler für die "Bildunterstützung"







Kommentar schreiben